LEITARTIKEL


Innovation

Innovation aus Anlegersicht

Ende 2012 veröffentlichte die Harvard Business School einen Artikel mit dem provokanten Titel „Wall Street doesn‘t understand innovation“. In einer Longitudinalstudie über die letzten vierzig Jahre wurde für nordamerikanische Unternehmen nachgewiesen, dass Innovationskraft einen positiven Effekt auf die finanzielle Leistung und somit die Aktienkursentwicklung eines Unternehmens hat. Auf einen ersten Blick scheint dies logisch zu sein, denn Innovation darf sich nicht nur auf eine gute Idee beschränken, sondern sollte am Markt auch einen kommerziellen Erfolg erzielen. Ist dies sichergestellt, dann hat Innovation einen Top-Line- wie auch einen Bottom-Line-Effekt. Der Top-Line-Effekt zeigt sich durch einen schnelleren „Time-to-Market“ und „Time-to-Profit“, welches unter anderem durch bessere Innovationsprozesse möglich wird. Der Bottom-Line-Effekt wird realisiert durch Prozessinnovation, welche in den meisten Fällen neben verbesserter Kundenorientierung gerade Kostenreduktionen zur Folge hat. Als Beispiel sei hier eine Softwareunternehmung erwähnt, welche ihre Entwicklungsprozesse von 17 Monaten auf 7 Monate gestrafft hat, dies durch Einführung agiler Entwicklungsprinzipien im Innovationsprozess.

Natürlich gibt es am Markt eine Vielzahl von selbsternannten Innovationsfonds; schaut man sich diese aber im Detail an, so erkennt man schnell, dass es Fonds sind, die entweder primär in Technologieunternehmen investieren oder aber bekannte Investmentansätze, wie die des Value Investings, verfolgen. Die zentrale Frage ist nun: Wie können die Innovationskraft eines Unternehmens branchenübergreifend gemessen werden und diese Erkenntnisse anschließend in ein Anlageprodukt einfließen?


Die Lösung dazu wurde in einem mehrjährigen Forschungsprojekt entwickelt. Es ist ein mathematisches Maximierungsverfahren, welches eine Efficient Innovation Frontier berechnet, indem innovationsrelevante Input- und Output-Parameter analysiert und daraus die individuelle Innovationskraft von Unternehmen objektiv und quantitativ berechnet werden. Mithilfe dieses Modells können Unternehmen verschiedenster Branchen anhand ihrer Innovationskraft direkt verglichen werden. Bildlich gesprochen wird in die diejenigen Unternehmen investiert, welche entweder auf oder knapp unter der Efficient Innovation Frontier liegen (siehe Abbildung).

Dass diese Art der Aktienselektion Alpha generiert, liegt an der Innovationskraft an sich, aber auch daran, dass es eine völlig andere Art der Titelauswahl darstellt und nicht auf üblichen, bekannten Parametern und Modellen beruht.


Aus Sicht eines Anlegers ist Innovation also ein lohnender Investitionsansatz, dies ist nicht nur empirisch, wissenschaftlich nachgewiesen, sondern auch in ALPORA Innovation Funds seit Jahren sehr erfolgreich umgesetzt.

Prof. Dr. rer. nat. Leo Brecht

Mitgründer der ALPORA und wissenschaftlicher Beirat

ALPORA AG

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