Fokusthema: Private Equity


Wie Risikokapitalinvestoren mit der Corona-Krise umgehen (können)

Investieren – das ist so ziemlich das Entfernteste, an das die meisten Menschen und Unternehmen dieser Tage denken. Liquidität sicherstellen, Kosten sparen, Überbrückungsdarlehen und öffentliche Zuschüsse einwerben, kurz: das nackte Überleben steht bei vielen Firmen im Vordergrund. Keine guten Zeiten für Risikokapitalgeber, möchte man meinen. Diese versuchen ja im „Normalfall“ beherrschbare Risiken so weit wie möglich zu minimieren, damit sie die unbeherrschbaren Risiken überhaupt tragen können. Wie, bitte, sollte das in einer globalen Krise überhaupt möglich sein?

Tatsächlich aber entstehen in und aus der Corona-Krise jede Menge unternehmerischer Chancen. Nicht etwa nur für Medikamenten- oder gar Impfstoffentwickler, Hersteller für Beatmungsmaschinen oder Video-Konferenzsysteme. Die wirklich spannenden Start-ups schauen viel weiter in die Zukunft: Welche Megatrends werden durch die Corona-Krise verstärkt? Welche Entwicklungen kommen jetzt deutlich schneller als zuvor erwartet? Welche Disruptionen geschehen noch drastischer?

Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.
(Victor Hugo)

Wer hier als Unternehmensgründer die richtigen Prognosen trifft, findet jetzt vielleicht sogar die besten Bedingungen seit Jahrzehnten, ein nachhaltiges Geschäftsmodell aufzubauen. Man denke an lokal einsetzbare Technologien, mit denen Businesskunden ihre Abhängigkeit von globalen Lieferketten reduzieren: Von KI-basierten Logistiklösungen, Quantencomputern (zur Echtzeit-Modellierung komplexer Logistikfragen) über dezentrale Energiespeichertechnologien und SaaS-gesteuerte Fertigungsanlagen bis hin zu Gerüstbau-Robotern für die Bauindustrie entstehen gerade Technologien, Produkte und Geschäftsmodelle für die Jahrzehnte nach der Krise. Für einen Risikokapitalinvestor bedeutet das: Den Trend nach dem Trend aufspüren, Seedphasen-Projekte bevorzugen, lange und große Finanzierungszyklen antizipieren. Wer so denkt und agiert, kann aus der Krise gestärkt hervorgehen. Auch wenn sich das heute kaum jemand vorstellen kann.

Dr. Matthias Kromayer

General Partner

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