LEITARTIKEL


Monatsrückblick März: Das Coronavirus bestimmt Wirtschaft und Gesellschaft

Der Kampf gegen das Coronavirus hält weiter an. Weltweit versuchen Regierungen durch Ausgangs- und Kontaktverbote die Anzahl von Infizierten zu begrenzen und damit die landeseigenen Gesundheitssysteme nicht zu überlasten. Die Neuansteckungszahlen steigen ungeachtet der initiierten Maßnahmen global weiter an. Nach Italien haben sich auch in einzelnen Regionen in Spanien, in Frankreich und in den USA Notfallbetten-Engpässe ergeben. Impfstoff und Medikamente gegen Covid-19 sind weiterhin gesucht.

Weltwirtschaft gleitet in Rezession ab

Der Stillstand des öffentlichen Lebens führt dazu, dass die Weltwirtschaft in eine tiefe Rezession abgleitet, deren Ausmaß davon abhängt, wann die restriktiven Maßnahmen wieder gelockert werden können. Wirtschaftsforschungsinstitute gehen von drastischen Rückgängen in der Bruttowertschöpfung im ersten und zweiten Quartal diesen Jahres aus. Auch die Arbeitslosenraten dürften kräftig ansteigen. Eine erste Indikation auf das Ausmaß hierauf gab der Anstieg der Erstanträge für Arbeitslosenhilfe auf über 3 Millionen in der dritten März-Woche in den USA. Eine wirtschaftliche Erholung kann erst dann folgen, wenn die Pandemiegefahr wirksam eingedämmt ist.

Kapitalmärkte reagieren mit beispielloser Vehemenz

Vor dem Hintergrund dieser hohen Unsicherheit reagierten die Kapitalmärkte in beispielloser Vehemenz. Die noch im Februar erreichten Allzeithöchststände an den Aktienmärkten rückten in weite Ferne. Kurseinbußen von bis zu 40 % gegenüber den Hochs wenige Wochen zuvor wurden bittere Realität. Auch in anderen Anlageklassen waren die Kursbewegungen beachtlich. Unternehmensanleihen und Staatspapiere von Volkswirtschaften mit nicht bester Bonität verloren zeitweise kräftig, und auch der Goldpreis war so schwankungsanfällig wie zuletzt während der Finanzkrise. Die Volatilität im lange Zeit stabilen Währungspaar Euro/US-Dollar überraschte ebenfalls.

Expansive Maßnahmen von Notenbanken und gewaltige Fiskalprogramme

Selbst die expansiven Maßnahmen von Notenbanken und Regierungen halfen zunächst nicht, für Entspannung an den Kapitalmärkten zu sorgen. Die Leitzinsen wurden in vielen Ländern von Notenbanken deutlich gesenkt und Anleiheankaufprogramme wieder aufgenommen oder aufgestockt. Die nationalen Regierungen setzten daneben gewaltige Fiskalprogramme auf, um die Nachfrageausfälle der Unternehmen zumindest teilweise auszugleichen.

Market-Update-Call: Download

Dr. Holger Sepp, Mitglied des Vorstand, berichtete im Market-Update-Call am Donnerstag, den 26. März 2020 um 16:00 Uhr, über unsere aktuellen Gedanken zur Corona-Krise und unserer Maßnahmen als Bankhaus. Anschließend gibt unser CIO einen Überblick der Reaktionen an den Börsen und eine makroökonomische Einschätzung der aktuellen Ereignisse in Politik und Gesellschaft.

Burkhard Allgeier

Chief Investment Officer von Hauck & Aufhäuser | Geschäftsführer von H&A Global Investment Management

Taunusanlage 19 (mainBuilding)

60325 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0) 69 8700 847 0 E-Mail: pf-info-hagim@ha-gim.com www.hagim.de

Content-Hub zum Coronavirus

Um während der gesamten Situation die größtmögliche Transparenz zu gewährleisten, werden wir an dieser Stelle einen zentralen Raum der Information und Kommunikation schaffen. In den kommenden Tagen und Wochen werden wir Ihnen hier sämtliche Informationen des Hauses rund um die Auswirkung des Coronavirus zur Verfügung stellen.

Hier finde Sie sämtliche Informationen rund um die wirtschaftliche Lage sowie unsere Maßnahmen für Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter.