European Circular Bioeconomy Fund


Investoren entdecken die Bioökonomie als attraktives Investitionsgebiet

Die Menschheit muss ihre Wirtschaftsweise zügig umstellen, wenn sie langfristig auf hohem Niveau leben möchte. Die Transformation von linearen Wertschöpfungsketten zu einer biobasierten Kreislaufwirtschaft ist ohne Alternative. Sie stellt nicht nur eine Herausforderung dar, sondern birgt auch Chancen. Neue Technologien und fundamental neue Geschäftsmodelle führen dazu, dass die Transformationsgeschwindigkeit rasant zunehmen wird. Für große etablierte Unternehmen eine Herausforderung, für kleine, innovative und agile Wachstumsunternehmen ergeben sich Chancen, neue Märkte zu besetzen.

Die Transformation wird dreifach angetrieben. Erstens durch das veränderte Konsumentenverhalten und ein ausgeprägteres Bewusstsein für Zukunft und Nachhaltigkeit. Es ist bereits in den Regalen der Supermärkte sichtbar, dass gesündere, hochqualitative und nachhaltigere Produkte mehr Raum einnehmen. Zweitens erfährt die Bioökonomie massive Unterstützung von öffentlichen Institutionen auf allen Ebenen. Der Green Deal der Europäischen Union wird flankiert von nationalen Strategien und Förderprogrammen, die den Umstellungsprozess befördern. Drittens verfügt Europa über eine erstklassige Forschungslandschaft, die eine Quelle für hoch relevante und weltweit beachtete Innovationen darstellt. Diese Innovationen sind Nährboden der Transformation.

Die Transformation hat bereits eingesetzt. Als ein Beispiel ist die Nahrungsmittelindustrie und Landwirtschaft, wo neue Technologien und neue Businessmodelle zu nachhaltigeren, gesünderen und hochwertigen Lebensmitteln führen werden. Interessant für Investoren, wie Beispiele illustrieren: Das schwedische Unternehmen OATLY, das im wesentlichen Hafermilch anbietet, konnte 200 Millionen Euro zu einer Bewertung von 2 Milliarden Euro akquirieren. Das Unternehmen WhiteWaveFoods Inc., das die Marke ALPRO entwickelt hat, wurde von Danone für rund 12 Milliarden US-Dollar gekauft. Erfolgversprechend stellt sich auch das Fraunhofer Spin-off PROLUPIN auf, indem es vegane „LUGHURTS“, veganes Eis oder andere pflanzliche Alternativen aus der heimischen Süßlupine erfolgreich produziert und verkauft.

Erhebliche Potenziale bietet auch die Textilindustrie, wo jährlich rund 75 Milliarden Kilogramm neue Textilfasern mit erheblichen Umweltbelastungen produziert werden. Innovative Bioökonomieunternehmen sind bereits am Start, um Textilien zu recyceln. Re:newcell, Spinnova oder Ioncell sind Beispiele aus den skandinavischen Ländern, die über Demonstrations- oder Pilotanlagen verfügen, die sie nun schrittweise skalieren.

Auch die Verpackungsindustrie steht unter erheblichen Innovationsdruck. Unternehmen, die biobasierte Verpackungen aus Lignozellulose (Paptic, Finnland und Sulapac, Finnland) oder aus Abfallströmen der Milchproduktion (Lactips, Frankreich) herstellen, können hohe Potenziale zugeordnet werden. Auch im Recycling von Verpackungsmaterialien finden wir in Europa sehr interessante Ansätze.

Diese und viele andere Potenziale der Bioökonomie benötigen Investitionen im großen Ausmaß. Investoren wenden sich diesem Feld zu und erwarten, dass ihre Targets die sogenannten Enviromental-, Social- und Corporate Governance-Faktoren (ESG) einhalten. Sie begrüßen es, wenn diese Unternehmen die Transformation zu einer biobasierten Kreislaufwirtschaft voran bringen. Die Zeiten, in denen Impact- und Renditeziele im Wettstreit stehen, gehen zu Ende. Es zeigt sich, dass Investitionen in Unternehmen, die nicht den ESG-Kriterien folgen, mit renditemindernden Risiken verbunden sind. Aktuell entstehen neue Fonds, die hohe Renditen mit Impact verknüpfen. Ein Beispiel ist der European Circular Bioeconomy Fund (ECBF) , der von Hauck & Aufhäuser in Luxemburg gemanagt wird und Anfang Oktober seine Investitionstätigkeit aufgenommen hat. Er setzt auf attraktive Renditepotenziale, die sich aus dem Transformationsprozess zu einer biobasierten Kreislaufwirtschaft ergeben können, und investiert ausschließlich in innovative Wachstumsunternehmen, die einen echten Beitrag zur Nachhaltigkeit nachweisen können.

Dr. Michael Brandkamp

General Partner

ECBF Management GmbH |

Godesberger Hof 2

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Telefon: +49 821 899 845 98 E-Mail: michael.brandkamp@ecbf.vc Internet: www.ecbf.vc