FACHBEITRAG


Vorteile einer luxemburgischen Umbrella-Struktur für Kapitalsammelstellen

von Katharina Fege und Marc Kriegsmann

In den vergangenen Jahren zog es immer mehr Institutionelle Anleger in das Großherzogtum Luxemburg, insbesondere um dort ihre Plattformen für die Sachwerteinvestments in den Eigenanlagen zu strukturieren und anzulegen. Mittlerweile werden am zweitgrößten Fondsstandort der Welt über 5 Billionen Euro verwaltet. Nicht zuletzt weil die Fondsvehikel in über 70 Ländern weltweit vertrieben werden und somit 62 % des weltweit grenzüberschreitenden Fondsvertriebs ausmachen. Hintergründe sind neben der steuerlichen, rechtlichen, politischen und ökonomischen Stabilität die hohe internationale Expertise und die kontinuierliche Produktinnovation.

Eine solche Produktinnovation entstand im Großherzogtum im Jahr 2017 mit der Einführung des RAIF’s (Reserved Alternative Investment Fund). Der RAIF eignet sich grundsätzlich für alle Assetklassen und vereint alle Vorteile der regulierten und unregulierten Welt. Deshalb wird diese Anlageform von Initiatoren und Institutionellen Anlegern in Luxemburg zunehmend bevorzugt. Ferner erfüllt der RAIF alle regulatorischen Anforderungen, wobei der Zeitraum bis zur Auflage (Time to Market) im Gegensatz zu anderen Anlageformen sehr kurz ist. Auch deshalb, weil nicht mehr der Fonds selber durch die nationale Aufsichtsbehörde überwacht, sondern indirekt durch den autorisierten Alternative Investment Fund Manager (AIFM) reguliert wird. Darüber hinaus lässt sich ein RAIF außerordentlich flexibel gestalten. Eine Gestaltungsmöglichkeit ist hierbei eine Umbrella-Struktur. Bei dieser Struktur können verschiedene Teilfonds (Compartments) aufgesetzt werden, bei denen sich die Anlagestrategie, der Portfoliomanager und die Investoren unterscheiden. Der Aufsatz der jeweiligen Teilfonds ist nicht mehr durch die CSSF genehmigungspflichtig. Pro Teilfonds kann, ähnlich wie bei einem Stand- Alone- Fonds, ein dezidierter Portfoliomanager mandatiert und die entsprechende Investorengruppe definiert und angebunden werden. Besonders attraktiv macht dieses Modell die direkte Vergleichbarkeit der Performance der unterschiedlichen Portfoliomanager sowie der unterschiedlichen Anlagestrategien der einzelnen Compartments. Auch der bürokratische Aufwand aufseiten der Kapitalsammelstellen im Zusammenhang mit einer Umbrella-Struktur vergleichsweise gering. Es ist lediglich eine allgemeine Vertragsdokumentation für alle Compartments notwendig, wobei ausschließlich abweichende Punkte pro Teilfonds vertraglich festgehalten werden müssen. Das Gleiche gilt auch für die Geldwäsche- und Compliance-bezogenen Themen. Das Onboarding von neuen Teilfonds lässt sich deutlich effizienter durchführen, sodass die Betriebsphase deutlich schneller eingeleitet werden kann. Hauck & Aufhäuser bietet seinen Kunden in Luxemburg eine geeignete Plattform für Umbrella-Strukturen, um diese passgenau auf die Bedürfnisse der jeweiligen Kapitalsammelstellen zuzuschneiden. Nicht zuletzt können die Bedürfnisse der Initiatoren durch unseren One-Stop-Shop-Service bedient werden, da alle Prozesses zwischen den einzelnen Teilbereichen der eigenen Dienstleister bereits bis ins letzte Detail abgestimmt und implementiert sind. Die in Anspruchnahme des One-Stop-Shops ermöglicht eine klare Priorisierung der verschiedenen Vorgänge und verringert zusätzliche Abstimmungen, die wiederum vermehrt auftreten können, sobald unterschiedliche Dienstleister im Markt beteiligt sind. Aufgrund der langjährigen Erfahrung im institutionellen Fondsumfeld, dem hohen Maß an Flexibilität, der Individualität sowie dem nachhaltigen Detaillierungsgrad ist Hauck & Aufhäuser bereits für viele institutionelle Gesellschaften ein langjähriger Partner, der zusammen mit seinen Kunden wächst. Unsere Geschwindigkeit, die individuelle und standortübergreifende Betreuung sowie die ausgeprägte Kundenorientierung sind nur einige der gemeinsamen Erfolgsfaktoren zwischen unseren Kunden und uns. Die hohe Stabilität auf nationaler Ebene, der verhältnismäßig kurze Zeitraum bis zur Auflage der Fondsstruktur sowie die Option der Anbindung mehrerer Portfoliomanager innerhalb einer Umbrella-Struktur je Teilfonds und die damit verbundene Möglichkeit der Diversifizierung der Assetklassen zur Aufstellung einer eigenen Real Asset-Strategie (Immobilien, Private Equity, Private Debt, Infrastruktur, etc.) machen die Umbrella-Strukur in Luxemburg zu einer interessanten Lösung, insbesondere für die Eigenanlagen von Institutionellen Anlegern. Die klare und eindeutige Messung der Performance der unterschiedlichen Portfoliomanager und die Standardisierung bzw. die flexible Ausgestaltung der Reportinglandschaft bieten Kapitalsammelstellen darüber hinaus zusätzliche Anreize zur Nutzung der Struktur.

Sollten Sie Rückfragen zu Umbrella-Fondsstrukturen haben, wenden Sie sich gerne an unsere Experten.

Marc Kriegsmann

Head of Business Development Asset Servicing

Hauck & Aufhäuser

1c, rue Gabriel Lippmann

5365 Munsbach

Luxemburg Telefon: +352 45 1314 440 E-Mail: Marc.kriegsmann@hauck-aufhaeuser.com

Katharina Fege

Business Development Asset Servicing

Hauck & Aufhäuser

Lenbachplatz 4

80333 München Telefon: +49 89 2393 2163 E-Mail: Katharina.Fege@hauck-aufhaeuser.com